Der Jura Höhenweg – eine der schönsten Fernwanderungen der Schweiz

Der Jura Höhenweg ist eine der schönsten Fernwanderungen der Schweiz und führt auf rund 320 Kilometern über 16 Etappen von Dielsdorf bei Zürich bis nach Nyon am Genfersee. Die Route verläuft durch abgelegene, naturbelassene Landschaften des Jurabogen, vorbei an markanten Felsformationen, durch Hochweiden und urige Dörfer. Die Wanderung bietet spektakuläre Weitblicke auf die Alpen und erfordert eine gute Grundkondition. Die technische Schwierigkeit ist überschaubar und bewegt sich im Bereich T1 – T2.

Die 16 Etappen des Jura Höhenweg im Detail

Etappe 1: Dielsdorf – Regensberg – Lägern – Baden – Brugg

Von Dielsdorf führt der Weg zunächst durch Rebberge hinauf nach Regensberg, ein malerisches Städtchen mit einer gut erhaltenen Burganlage. Von dort steigst du auf den Grat der Lägern, wo dich der Aussichtspunkt Hochwacht mit einem spektakulären Blick über das Mittelland erwartet. Die Etappe endet an der Hochwacht, wo sich eine Einkehr lohnt.

Etappe 2: Brugg – Staffelegg

Nach einem gemütlichen Start durch die historische Altstadt von Brugg beginnt der erste Aufstieg zum idyllisch gelegenen Landgasthof Vier Linden, der mitten im Jurapark Aargau eingebettet ist. Die Route führt durch dichte Wälder zur beeindruckenden Linner Linde, einer uralten, sagenumwobenen Linde, die als Naturdenkmal gilt. Von hier aus geht es stetig bergan durch schattige Waldwege, während sich unterwegs immer wieder herrliche Ausblicke auf die sanften Hügel des Juras eröffnen. Hoch über dem Tal grüsst aus der Ferne die mystische Ruine Schenkenberg, bevor der Weg schliesslich die Staffelegg erreicht – ein bekannter Juraübergang mit Einkehrmöglichkeiten und einer fantastischen Aussicht.

Etappe 3: Staffelegg – Hauenstein

Die dritte Etappe des Jura Höhenweg ist ein wahres Pass-Abenteuer! Gleich fünf Übergänge stehen auf dem Programm: Nach der Staffelegg folgt der Weg über das Bänkerjoch und die Salhöhe, bevor er durch dichte Wälder und offene Weiden zur markanten Schafmatt führt. Unterwegs passiert man die schroffe Geissfluh, die als natürliche Grenze zum Kanton Basel-Landschaft dient und mit einer spektakulären Aussicht belohnt. Zum Abschluss geht es über den Unteren Hauenstein, einen geschichtsträchtigen Pass, der einst eine wichtige Verbindung zwischen der Nordwestschweiz und dem Mittelland darstellte

Etappe 4: Hauenstein – Balsthal

Die vierte Etappe des Jura Höhenweg verbindet Natur und Geschichte. Auf dem Weg zur markanten Belchenfluh zeugen zahlreiche Bauten und in Stein gemeisselte Wappen von der wehrhaften Schweiz in den beiden Weltkriegen. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man den kleinen Weiler Bärenwil, bevor der Weg über die aussichtsreiche Tiefmatt weiter zum Roggen führt. Von hier oben öffnet sich ein weiter Blick ins Tal – tief unten grüsst Balsthal mit der imposanten Burgruine Neu-Falkenstein und der traditionsreichen Papierfabrik, die das Ortsbild prägt.

Etappe 5: Balsthal – Weissenstein

Diese Etappe des Jura Höhenweg startet mit einem steilen, aber lohnenden Aufstieg zum Höllchöpfli, wo sich eine traumhafte Höhenwanderung eröffnet. Der Weg führt durch dichte Wälder und weite Weiden, vorbei an faszinierenden geologischen Formationen, die die bewegte Geschichte des Juras erzählen. Immer wieder laden gemütliche Berggasthöfe zur Rast ein, bevor schliesslich der Weissenstein, auch bekannt als der „Balkon der Solothurner“, erreicht wird. Von hier oben geniesst du ein atemberaubendes Panorama auf das Mittelland, die Alpenkette und bei klarem Wetter bis zum Mont Blanc.

Etappe 6: Weissenstein – Frinvillier

Vom höchsten Punkt des Kantons Solothurn bietet sich ein spektakulärer Blick über den Jurabogen, das Mittelland und die majestätische Alpenkette. Der Weg führt durch dichte Wälder und über sanfte Juraweiden, die für diese Region so typisch sind. Das erste Drittel der Etappe verläuft entlang des Planetenwegs, wo massstabsgetreu die Distanzen in unserem Sonnensystem dargestellt sind – eine spannende Abwechslung auf der Wanderung. Schliesslich erreicht man die Montagne de Romont, wo nicht nur die Landschaft, sondern auch die Sprache wechselt: Hier verläuft die Sprachgrenze, die das deutschsprachige von der französischsprachigen Schweiz trennt.

Jura Hoehenweg, 6. Etappe, Weissenstein – Frinvillier. Sicht auf Gipfelkreuz und Gipfel der Hasenmatt.

Bild: Schweiz Tourismus

Etappe 7: Frinvillier – Chasseral

Die siebte Etappe des Jura Höhenweg führt aus dem tief eingeschnittenen Tal der Schüss hinauf zur höchsten Erhebung des Berner Jura. In einem stetigen, aber angenehmen Anstieg wandert man durch malerische Wälder und offene Weiden dem markanten Gipfel des Chasseral entgegen, der schon von Weitem sichtbar ist. Oben angekommen, erwartet dich eine atemberaubende Rundumsicht: Das Mittelland breitet sich zu Füssen aus, die drei Juraseen – Bieler-, Neuenburger- und Murtensee – leuchten im Sonnenlicht, und bei klarem Wetter reicht der Blick bis zur Alpenkette und dem Mont Blanc.

Sonnenuntergang auf dem Chasseral.

Bild: Schweiz Tourismus

Etappe 8: Chasseral – Vue des Alpes

Die achte Etappe des Jura Höhenweg bietet eine abwechslungsreiche Wanderung zwischen dem oberen Saint-Imier-Tal und dem Val de Ruz. Auf dem Weg passiert man den Wintersportort Le Pâquier, die Heimat des bekannten Skirennfahrers Didier Cuche. Die Route führt durch eine reizvolle Landschaft aus typischen Juraweiden und Wäldern, begleitet von beeindruckenden Ausblicken. Schliesslich erreicht man die Vue des Alpes, eine bekannte Passhöhe unweit der Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds. Von hier geniesst man ein eindrückliches Panorama über das Neuenburger Land und die Alpenkette.

Etappe 9: Vue des Alpes – Noiraigue

Diese Etappe des Jura Höhenweg führt über die aussichtsreiche Bergkette mit den Gipfeln Tête de Ran und Mont Racine. Hier eröffnet sich ein spektakuläres Panorama auf die Alpen und den Lac de Neuchâtel. Ein besonderes Highlight ist die Felskanzel Tablettes, die mit einem atemberaubenden Tiefblick auf den See beeindruckt. Nach diesem Aussichtspunkt beginnt der steile Abstieg ins Tal nach Noiraigue, dem Tor zum berühmten Creux du Van.

Etappe 10: Noiraigue – Les Rochats

Die Etappe beginnt mit einem schweisstreibenden Aufstieg, doch die Mühe wird reich belohnt: Die Wanderung auf den Creux du Van, einen imposanten Felsenkessel, bietet ein Naturerlebnis der Extraklasse und wird oft als die Schweizer Variante des Grand Canyon bezeichnet. Von den Höhen dieses gewaltigen Amphitheaters eröffnet sich eine spektakuläre Sicht auf den Neuenburgersee. Der Weg führt weiter über sanfte Juraweiden und durch lichte Wälder, bis das Alprestaurant Les Rochats erreicht wird – ein perfekter Ort für eine wohlverdiente Rast.

Die Wanderung auf den Creux du Van im Detail:

Etappe 11: Les Rochats – Ste-Croix

Von Les Rochats führt der Weg hinauf auf den Chasseron, einen der schönsten Aussichtspunkte des Juras. Zu Füssen breiten sich der Neuenburgersee und weiter südlich der Genfersee aus, während sich am Horizont eine beeindruckende Kulisse aus über 250 Kilometern Hochgebirgsgipfeln abzeichnet. Nach diesem Panorama-Highlight führt die Wanderung über weitläufige Juraweiden hinab in die Heimat der Spieldosen und MusikautomatenSainte-Croix, ein charmantes Städtchen mit einer langen Tradition in der Feinmechanik und Musikhandwerkskunst.

Etappe 12: Ste-Croix – Ballaigues

Nur unweit der schweizerisch-französischen Grenze führt der Jura-Höhenweg über den markanten Bergrücken der Aiguilles de Baulmes. Von hier aus eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Alpenkette, während die Wanderung durch den wunderschönen Waadtländer Jura weiterführt. Bezaubernde Weiden, uralte Bäume und zerklüftete Felsen säumen den Weg – stille Zeugen einer bewegten Vergangenheit, in der hier einst Schmuggler unterwegs waren. Die Etappe endet am Col de l’Aiguillon, einem idyllischen Übergang inmitten dieser malerischen Landschaft.

Etappe 13: Ballaigues – Le Pont

Diese Etappe vereint die charakteristischen Elemente des Juras in einer eindrucksvollen Wanderung. Zunächst folgt der Weg einem Fluss, der nur unweit seiner geheimnisvollen Quelle in einer Grotte entspringt. Danach geht es hinauf auf einen felsigen Aussichtsberg, von dem sich ein weiter Blick über die umliegende Landschaft eröffnet. Den krönenden Abschluss bilden zwei Seen ohne sichtbaren Abfluss – der Lac de Joux und der Lac Brenet –, die das malerische Vallée de Joux prägen. Diese Region ist nicht nur ein Naturparadies, sondern auch die Heimat weltberühmter Luxusuhrenmanufakturen.

Etappe 14: Le Pont – Col du Marchairuz

Diese Etappe führt durch weitläufiges Weideland hinauf zum höchsten Punkt des Schweizer Juras: den Mont Tendre. Der Gipfel bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Waadtland, den Genfersee und – bei klarer Sicht – bis hin zu den majestätischen Alpen und den blauen Vogesen. Die sanfte, aber stetige Steigung wird mit einem beeindruckenden Panorama belohnt, das den gesamten Jura-Höhenweg in seiner ganzen Schönheit widerspiegelt.

Juralandschaft am Mont Tendre (1679 m).

Copyright by: Switzerland Tourism - BAFU By-Line: swiss-image.ch/Roland Gerth

Etappe 15: Col du Marchairuz – St-Cergue

Die letzte Etappe des Jura-Höhenwegs führt durch eine idyllische, parkähnliche Landschaft mit verstreuten Sennhütten und einem beeindruckenden Netz aus Trockenmauern. Ein Teil des Weges verläuft durch ein Naturreservat, das seit 1972 unter Schutz steht und mit seiner unberührten Natur begeistert. Ein kurzer Halt lohnt sich bei den Ruinen des Klosters von Oujon, das einst eine bedeutende spirituelle Stätte war. Die Wanderung endet inmitten der friedlichen Jura-Landschaft – ein würdiger Abschluss dieser eindrucksvollen Route.

Blick von Fruitieres de Nyon (bei St-Cergue) über den Genfersee nach Savoyen und zum Mont Blanc.

Copyright by: Switzerland Tourism - BAFU By-Line: swiss-image.ch/Roland Gerth

Etappe 16: St-Cergue – Nyon

Die letzte Etappe des Jura-Höhenwegs vereint beeindruckende Kontraste: die schroffe Felsbastion von La Dôle und das sanfte, liebliche Ufer des Lac Léman. Nach dem Aufstieg zum Gipfel, unweit der französischen Grenze, öffnet sich eine spektakuläre Aussicht auf den Genfersee und die Alpen. Der Weg führt weiter durch dichte Wälder und sanfte Rebberge hinab ins malerische Städtchen Nyon, wo die Wanderung mit Blick auf das glitzernde Wasser einen würdigen Abschluss findet.

Übersichtskarte Jura Höhenweg mit allen Etappen

Der Jura Höhenweg ist ein klassischer Fernwanderweg der Schweiz, der in 16 Etappen und über 320 Kilometer von Dielsdorf bei Zürich bis nach Nyon am Genfersee führt. Als ältester Fernwanderweg des Landes bietet er eine abwechslungsreiche Landschaft, kulturelle Vielfalt und spektakuläre Panoramen.

In der Übersichtskarte von SchweizMobil findest du die Route auf einer ineraktiven Karte eingezeichnet, inkl. Eckdaten und Bildern zu den einzelnen Etappen.

Für wen ist die Tour geeignet?

Der Jura-Höhenweg ist perfekt für Wanderer, die körperlich fit sind und eine abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft genießen möchten. Er ist jedoch weniger geeignet für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder ohne Wandererfahrung auf längeren Strecken.

Der Jura Höhenweg ist in erster Linie geeignet für:

  • Wanderer mit guter Kondition:
    Der Jura-Höhenweg ist technisch leicht, aber konditionell anspruchsvoll. Mit insgesamt rund 13.900 Höhenmetern und 320 Kilometern Strecke erfordert er eine solide Grundkondition, besonders für die steilen Anstiege und langen Etappen.
  • Fernwander-Anfänger:
    Dank der guten Beschilderung (Route 5) und der einfachen technischen Anforderungen (meist T1-T2) ist der Weg ideal für Einsteiger im Fernwandern.
  • Natur- und Kulturliebhaber:
    Die Route bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern, Weiden, Felsen und Panoramen sowie kulturelle Highlights wie Berggasthöfe und regionale Spezialitäten.
  • Wanderer, die Ruhe suchen:
    Der Jura-Höhenweg verläuft abseits des Massentourismus und eignet sich für Menschen, die Erholung in der Natur suchen.
  • Hundehalter:
    Der Weg ist hundefreundlich, sofern Leinenpflicht und Weidegebiete beachtet werden. Es gibt viele schattige Abschnitte und Wasserquellen entlang der Strecke.

Nicht geeignet für:

  • Personen ohne Grundkondition:
    Die vielen Höhenmeter und teils langen Tagesetappen können körperlich herausfordernd sein.
  • Menschen mit Höhenangst oder Mobilitätseinschränkungen:
    Obwohl technisch einfach, gibt es einige steile Anstiege und schmale Pfade, die ungeeignet für Personen mit eingeschränkter Mobilität sind.
  • Radfahrer oder Personen mit Kinderwagen:
    Der Jura-Höhenweg ist ein reiner Wanderweg. Schmale, steinige Abschnitte sind weder für Fahrräder noch für Kinderwagen geeignet.
  • Winterwanderer:
    Der Jura-Höhenweg ist nur von März bis Oktober vollständig begehbar. Im Winter können viele Abschnitte wegen Schnee gesperrt sein.

Diese Ausrüstung brauchst du für den Jura Höhenweg

Der Jura Höhenweg ist ein klassischer Fernwanderweg. Du bist über längere Zeit zu Fuss unterwegs. Eingelaufene Wanderschuhe und Bekleidung für unterschiedliche Wetterbedingungen sind also entscheidend. In der Annahme, dass du in Herbergen und nicht im Zelt übernachtest, empfehlen wir dir folgende Ausrüstung:

Wanderschuhe:

  • Eingelaufene Wanderschuhe, stabil, wasserdicht

  • Wandersocken (keine Baumwolle), optimalerweise aus Merino

  • Bei Bedarf Blasenpflaster

Wanderbekleidung:

  • Je nach Saison lange- und/oder kurze Wanderhosen

  • Shirts (kurz/lang) inkl. Ersatzshirt. Optimalerweise aus Merino (geruchsneutral)

  • Eine leichte Regenjacke und -hose

  • Fleece

  • Isolationsjacke (Daune oder Primaloft)

  • Windstopper oder leichte Zwei-Lagen-Jacke

  • Mütze, Sonnenhut, Stirnband, Handschuhe (es kann im Jura auch im Sommer kalt werden)

Rucksack und Zubehör:

  • Wanderrucksack (ca. 30 Liter), mit Regenhülle, Platz für Proviant, Wasserflasche und Wechselkleidung

  • Trinkflasche oder Trinksystem

  • Snacks und Proviant

  • Wasserdichte Packsäcke (für nasse Kleider oder saubere Ersatzwäsche)

Sonstige Ausrüstung:

  • Sonnenbrille und Sonnencreme

  • Erste-Hilfe-Set (Pflaster, Desinfektionsmittel und Schmerzmittel gehören in jeden Rucksack)

  • Karte oder GPS-Gerät (Trotz guter Beschilderung – Route 5 – kann eine Karte hilfreich sein)

  • Taschenlampe oder Stirnlampe (Für Notfälle oder frühe Starts)

  • Trekkingstöcke (Hilfreich bei steilen Anstiegen oder für lange Etappen)

  • Insektenschutzmittel (Besonders in den Sommermonaten nützlich)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang dem Jura Höhenweg

Entlang des Jura-Höhenwegs gibt es eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten, die von einfachen Berghütten bis hin zu komfortablen Hotels reichen. Hier ist eine Übersicht:

Unterkunftsarten

Berghotels und Gasthöfe

  • Beispiel: Hotel Chasseral (direkt auf dem Gipfel des Chasseral, ideal für Sonnenauf- und -untergänge).
  • Beispiel: Grand Hôtel des Rasses in Les Rasses (Belle-Epoque-Stil, etwas abseits der Route).

Pensionen und B&Bs

  • In abgelegenen Regionen oft die einzige Option, meist familiär geführt und mit einfachem Standard.

SAC-Berghütten

  • Übernachtungen in Berghütten des Schweizer Alpen-Clubs (z. B. Alp L’Abbaye nahe Sainte-Croix, geöffnet von Mai bis Oktober).

Hotels in Etappenorten

  • In grösseren Orten wie Nyon, Sainte-Croix oder Vallorbe gibt es Mittelklassehotels mit komfortabler Ausstattung.

Campingplätze

  • An einigen Etappenorten sind Campingplätze verfügbar. Diese liegen oft etwas abseits der Route, bieten aber eine preisgünstige Alternative.

Biwakieren

  • In abgelegenen Gebieten oberhalb der Waldgrenze ist Biwakieren meist erlaubt, sofern es rücksichtsvoll geschieht (nicht in Schutzgebieten). Am besten kurz den Landbesitzer um Erlaubnis fragen. 

Empfehlungen für die Planung

  • Vorbuchung: Besonders in abgelegenen Regionen oder während der Hauptsaison ist eine Reservierung ratsam, da die Auswahl begrenzt sein kann.

  • Gepäcktransport: Anbieter wie Eurotrek bieten Gepäcktransfers zwischen den Unterkünften an, was die Wanderung erleichtert.

  • Verpflegung: Viele Unterkünfte bieten Halbpension an, und entlang der Strecke gibt es regelmässig Bergrestaurants und Alpbeizen für eine warme Mahlzeit.

Eignet sich der Jura Höhenweg für das Wandern mit Hund?

Ja, du kannst den Jura Höhenweg mit deinem Hund wandern. Der Weg ist hundefreundlich, jedoch gibt es einige Dinge zu beachten:

  1. Leinenpflicht: In vielen Bereichen, insbesondere in Wäldern und auf Weiden, ist es Pflicht, Hunde an der Leine zu führen, um Wildtiere und Weidetiere nicht zu stören.

  2. Unterkünfte: Informiere dich im Voraus über hundefreundliche Unterkünfte, da nicht alle Gasthöfe oder Hütten Hunde erlauben.

  3. Wanderbedingungen: Der Weg ist technisch einfach, aber konditionell anspruchsvoll. Achte darauf, dass dein Hund fit genug ist und regelmässig Pausen einlegst.

  4. Wetter und Temperatur: Berücksichtige die Wetterbedingungen; bei grosser Hitze sind lange Wanderungen mit dem Hund nicht empfehlenswert.

Der Jura-Höhenweg bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, die ideal für Wanderungen mit Hunden ist. Der Kanton Jura ist allgemein sehr hundefreundlich und bietet viele Möglichkeiten für gemeinsame Abenteuer.

Häufige Fragen und Antworten zum Jura Höhenweg (FAQ)

Die meisten Etappen sind technisch leicht (Schwierigkeitsgrad T1 bis T2) und gut ausgeschildert. Eine solide Grundkondition ist jedoch erforderlich, da die Strecke insgesamt rund 13’900 Höhenmeter umfasst. Einige Abschnitte, wie der Aufstieg zum Chasseral, sind konditionell anspruchsvoll.

Die ideale Wanderzeit ist von Spätfrühling bis Herbst (Mai bis Oktober). Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen angenehm, und der Weg ist schneefrei. Im Sommer kann es heiß werden, besonders in den offenen Weiden.

Chasseral: Panoramablick auf Alpen und Vogesen.

Creux du Van: Beeindruckender Felsenkessel.

Mont Tendre: Höchster Punkt des Schweizer Juras (1’679 m).

Taubenlochschlucht: Malerische Schlucht bei Biel.

Métairies: Traditionelle Berggasthöfe mit regionaler Küche.

Ja, viele Etappenorte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, sodass du einzelne Abschnitte wandern oder die Route flexibel gestalten kannst.