Die Zentralschweiz, bekannt für ihre beeindruckende Bergwelt und malerischen Täler, ist im Winter ein wahres Traumziel für Schneeschuhwanderer. Die Region bietet nicht nur eine Vielfalt an landschaftlichen Reizen, sondern auch Routen für jedes Fitnesslevel. Egal, ob du gemütlich durch tief verschneite Wälder wandern möchtest oder dich auf eine anspruchsvollere Gipfeltour wagen willst – die Zentralschweiz hat für jeden Schneeschuhwanderer die perfekte Tour. In diesem Artikel stellen wir dir die schönsten Touren der Region vor, die dir unvergessliche Naturerlebnisse und grandiose Ausblicke bieten.

Schneeschuhwandern auf der Rigi: Die Königin der Berge

Die Rigi, die „Königin der Berge“, ist ein beliebtes Ziel für Winterabenteuer in der Zentralschweiz. Umgeben von den malerischen Seen des Vierwaldstätter-, Zuger- und Lauerzersees, bietet sie nicht nur atemberaubende Alpenpanoramen, sondern auch eine Vielzahl an Winteraktivitäten. Mit ihren weiten Aussichten und dem markanten Gipfel Rigi Kulm ist sie ein idealer Ort für Schneeschuhwanderungen. Diese Tour führt auf einer gut markierten Strecke von Rigi Kaltbad zum Gipfel und bietet sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg beeindruckende Aussichten.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf:

Die Tour startet am malerischen Rigi Kaltbad (1435 m). Von dort führt der Winter-Panoramawanderweg nach Rigi First, ein Zwischenziel mit herrlichem Blick auf die umliegenden Berge. Weiter geht es entlang einer präparierten Piste hinunter zum Rigi Klösterli (1302 m), wo man an der Wallfahrtskapelle „Maria zum Schnee“ vorbeikommt. Die Strecke folgt einem gut markierten Wanderweg zur Unterschwändi und dann weiter auf der Schlittelpiste. Auf dem Weg passieren wir die Schochhütte und die Alpwirtschaft Chäserenholz, bevor wir den Gipfel Rigi Kulm (1797 m) erreichen. Hier gibt es die Möglichkeit, die atemberaubende Aussicht zu genießen und sich in einem der Berggasthäuser zu stärken.

Für den Abstieg wählt man den Winterwanderweg über Rigi Staffel (1586 m) und Rigi Staffelhöhe. Dieser führt weiter bis zum „Rigi Chänzeli“, einem berühmten Aussichtspunkt. Von hier geht es zurück nach Rigi Kaltbad. Der Abstieg ist bequem und es sind keine Schneeschuhe notwendig, jedoch rundet er das Erlebnis perfekt ab. Wer zusätzliche Herausforderung sucht, kann die Variante von Seebodenalp (Seilbahn ab Küssnacht am Rigi) wählen, die über die Hochebene und das Alprestaurant Altruodisegg direkt zum „Rigi Chänzeli“ führt und eine etwas anspruchsvollere Strecke bietet.

Für wen ist die Tour geeignet?

Diese Schneeschuhtour ist ideal für Einsteiger und Personen, die eine unkomplizierte, aber abwechslungsreiche Tour in der winterlichen Bergwelt suchen. Der gut markierte Weg und die moderate Anforderung machen die Tour auch für weniger erfahrene Schneeschuhwanderer zugänglich. Der Aufstieg bietet eindrucksvolle Ausblicke, ohne zu anspruchsvoll zu sein, und der Abstieg ist ebenfalls angenehm. Die zusätzliche Variante ab Seebodenalp bietet für geübte Wanderer eine interessante Alternative.

Höhenmeter & Schwierigkeit:

  • Aufstieg: 600 m (2–3 Stunden)
  • Abstieg: 600 m (1:15–1:45 Stunden)
  • Schwierigkeit: WT1 (einfache Schneeschuhtour)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

Entlang der Strecke gibt es mehrere Berggasthäuser und Alpwirtschaften, wie die Chäserenholz und das Alprestaurant Altruodisegg, die sich hervorragend für eine Pause oder Übernachtung eignen. Die Berghütten bieten einen gemütlichen Rückzugsort mit traditioneller Schweizer Küche.

Anreise ins Gebiet:

  • Mit dem Auto: Die Anreise nach Rigi Kaltbad ist nur bedingt mit dem Auto möglich. Parkplätze stehen an der Talstation der Seil- oder Zahnradbahnen in Vitznau, Weggis und Arth-Goldau in limitierter Anzahl zur Verfügung.
  • Mit dem öffentlichen Verkehr: Rigi Kaltbad ist sehr gut mit den Rigibahnen erreichbar. Mit der Zahnradbahn ab Vitznau oder Goldau oder mit der Luftseilbahn von Weggis gelangt man bequem zum Startpunkt der Tour. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine stressfreie Möglichkeit, den Rigi-Gipfel zu erreichen.

Nützliche Hinweise und Tipps:

  • Der Weg von Rigi Kaltbad zum Rigi Kulm ist gut markiert und relativ einfach zu gehen, jedoch können die Bedingungen im Winter variieren. Achte auf das Wetter und pass die Ausrüstung entsprechend an.
  • Schneeschuhe sind für den gesamten Aufstieg und die meisten Abschnitte des Abstiegs notwendig, vor allem bei frischem Schnee.
  • Wer sich die Abfahrt zum Ausgangspunkt erleichtern möchte, kann mit der Zahnradbahn oder der Seilbahn zurückfahren.
  • Denke daran, genügend Wasser und Proviant mitzunehmen, da es nicht an jeder Station Verpflegungsmöglichkeiten gibt.
  • Die Rigi ist ein beliebtes Ziel, vor allem an Wochenenden und in den Ferien. Früh starten oder unter der Woche gehen, um den Massen zu entgehen.

Mit dieser Tour erlebst du die Rigi in ihrer winterlichen Pracht und kannst die Schönheit der Zentralschweiz in vollen Zügen genießen!

Scheeschuhwandern auf der Rigi ist ein wahrer Traum

Bild: Rigi Bahnen, Beat Brechbühl; info@beatbrechbuehl.ch

Schneeschuhwanderung von Sörenberg über die Haglere nach Flühli

Die Tour auf den Haglere (1.948 m) bietet Schneeschuhwandernden eine abwechslungsreiche Route mit atemberaubenden Ausblicken über das Biosphärenreservat Entlebuch. Mit ihrem Mix aus stillen Waldpassagen, steilen Anstiegen und einem aussichtsreichen Gipfel ist sie ein Highlight für alle, die Winteridylle und Herausforderung verbinden möchten. Die Tour endet mit einem spannenden Abstieg nach Flühli und lässt sich wunderbar mit weiteren Aktivitäten in Sörenberg kombinieren.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Sörenberg – Haglere:
Die Tour startet in Sörenberg hinter der Kirche. Nach etwa 300 m auf einem Sträßchen steigt man in eigener Linie zum Punkt 1369 auf. Über die nächste Station, Mittelgfäl (P. 1591), wird das Gelände zunehmend steiler. Der Aufstieg führt durch verschneite Wälder und offene Hänge bis zum Dählebode (1.804 m). Ab hier beschreibt die Route einen weiten Rechtsbogen und erreicht schließlich den Gipfel der Haglere (1.948 m). Hier erwartet dich ein grandioser Rundumblick über die winterliche Landschaft des Entlebuchs.

Haglere – Flühli:
Vom Gipfel geht es zunächst entlang der Aufstiegsspur zurück zum Dählebode. Anschließend führt die Route nordwärts über einen bewaldeten Grat zum Bleikechopf (1.680 m). Von dort geht es ostwärts hinunter zur Alp Bleikenboden (P. 1526 m). Der Abstieg erfolgt größtenteils entlang einer verschneiten Alpstraße, die teilweise über Matten abgekürzt wird, bis zur Postautohaltestelle Flühli, Hochwald (917 m).

Für wen ist die Tour geeignet?

Die Tour auf den Haglere ist anspruchsvoll (WT3) und richtet sich an fortgeschrittene Schneeschuhwandernde mit guter Kondition. Die Route erfordert Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Orientierungssinn, insbesondere im oberen Bereich und beim Abstieg. Dank ihrer Länge und der zahlreichen Höhenmeter ist die Tour ideal für sportliche Naturliebhaber, die eine Herausforderung suchen.

Höhenmeter

  • Aufstieg: 790 m
  • Abstieg: 1.030 m

Schwierigkeit

WT3 (mittelschwere Tour mit steilen Anstiegen und teilweise weglosem Gelände)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

  • Sörenberg: Verschiedene Hotels und Ferienwohnungen wie das Hotel Rischli oder das Hotel Bellevue bieten sich als Ausgangspunkt an.
  • Flühli: Nach der Tour stehen Übernachtungsmöglichkeiten wie das Hotel Kurhaus Flühli zur Verfügung.

Anreise ins Gebiet

Mit dem Auto:
Sörenberg ist gut über die Hauptstraße erreichbar. Parkmöglichkeiten gibt es am Ortseingang und direkt bei der Post oder dem Schulhaus. Die Rückfahrt von Flühli nach Sörenberg lässt sich in wenigen Minuten mit dem Auto organisieren.

Mit dem öffentlichen Verkehr:
Mit dem Zug bis Schüpfheim, dann weiter mit dem Postauto nach Sörenberg, Post. Der Rückweg erfolgt ab Flühli, Hochwald, mit dem Postauto nach Schüpfheim.

Nützliche Hinweise und Tipps

  • Markierte Route: Bitte die markierte Route nicht verlassen, da die Strecke an Schutzgebiete grenzt.
  • Ausrüstung: Schneeschuhe, Teleskopstöcke und eine LVS-Ausrüstung sind erforderlich. Kartenmaterial oder ein GPS-Gerät erleichtern die Orientierung.
  • Wetter beachten: Aufziehender Nebel oder Schneefall können die Orientierung erschweren.
  • Variante: Der Abstieg kann verkürzt werden, indem du ab Mittelgfäl zurück nach Sörenberg gehst, falls die Kondition oder Zeit knapp wird.
  • Verpflegung: Selbstverpflegung ist empfehlenswert, da es unterwegs keine Hütten gibt.

Die Tour auf den Haglere ist eine ideale Verbindung aus sportlicher Herausforderung und Naturgenuss – ein Winterabenteuer für ambitionierte Schneeschuhwanderer.

Vom Eigenthal aufs Rägeflüeli

Die Schneeschuhtour zum Regenflüeli (1582 m) im Eigental ist eine herrliche Winterwanderung mit abwechslungsreichen Abschnitten und spektakulären Ausblicken. Die Tour führt durch eine reizvolle Landschaft, die vor allem bei guten Schneeverhältnissen ein echtes Highlight bietet. Der Gipfel des Regenflüeli lockt mit einem beeindruckenden Rundblick über das gesamte Eigental und die umliegenden Berge. Diese Tour ist für Wanderer geeignet, die eine mittlere Schneeschuhtour mit einer moderaten Schwierigkeit und einem lohnenden Ziel suchen.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Die Tour startet im Eigental, einem beliebten Schneeschuhgebiet, das sich besonders durch seine vielseitigen Routen auszeichnet. Vom Talboden aus folgt man dem Rümligbach bis Buechstäg (P. 1006), wo die Straße verlassen wird. Nun führt der Weg nach rechts hinauf zur Unterhonegg und weiter westwärts bis Gumm (1404 m). Ab hier gibt es zwei mögliche Varianten, um zum Regenflüeli zu gelangen:

  1. Direkter Aufstieg: Wer die Herausforderung sucht, steigt direkt knapp rechts des Waldsaums auf zum Regenflüeli.
  2. Gemütlicherer Aufstieg: Für die weniger steile Variante geht es zunächst in westlicher Richtung zu P. 1523. Von dort führt der Weg über den Gratrücken hinauf zum Gipfel.

Beide Varianten führen zum gleichen Ziel – dem Gipfel des Regenflüeli. Die Aussicht auf die Umgebung belohnt den Aufstieg mit einem grandiosen Panorama. Nach dem Gipfelerlebnis folgt der Abstieg, entweder über die gleiche Route oder über eine anspruchsvollere Variante nach Schwarzenberg. Der Abstieg erfolgt in mehreren Abschnitten, wobei man auf einem abwechslungsreichen Terrain, teils durch den Wald, teils über offene Hänge, zurück zum Ausgangspunkt gelangt.

Für wen ist die Tour geeignet?

Diese Schneeschuhtour ist besonders für Wanderer geeignet, die Erfahrung im Umgang mit Schneeschuhen haben und eine mittlere Tour mit durchschnittlichen körperlichen Anforderungen suchen. Die Tour ist sowohl für Anfänger mit etwas Erfahrung als auch für geübte Schneeschuhwanderer geeignet. Die Anstrengung ist moderat, jedoch sollte man die wechselnden Bedingungen auf der Strecke nicht unterschätzen. Die Variante zum Gipfel über den Gratrücken erfordert etwas mehr Kondition und Technik.

Höhenmeter & Schwierigkeit

  • Aufstieg: 600 m
  • Abstieg: 600 m
  • Schwierigkeit: WT2 (mittel)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Entlang der Route gibt es mehrere Möglichkeiten, die Tour in mehreren Etappen zu absolvieren. Die nahegelegene Skihütte Mösere und die Umgebung von Schwarzenberg bieten sich als Übernachtungsoptionen an. Weitere Unterkünfte sind im nahen Schwarzenberg zu finden.

Anreise ins Gebiet

Mit dem Auto: Die Anreise erfolgt über die A2 und A8 bis nach Schwarzenberg. Dort gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten, z.B. beim Talboden im Eigental. Von hier aus starten alle Routen.

Mit dem öffentlichen Verkehr: Vom Bahnhof Luzern fährt man mit dem Bus bis nach Schwarzenberg und weiter ins Eigental. Die Haltestellen sind gut erreichbar, und die Busse verkehren regelmäßig.

Nützliche Hinweise und Tipps

Achte auf die aktuellen Schneeverhältnisse, da die Tour bei starkem Schneefall oder unbeständigem Wetter anspruchsvoller werden kann. Die Tour bietet viele abwechslungsreiche Abschnitte, daher ist es ratsam, die Route gut vorzubereiten und ausreichend Zeit einzuplanen. Achte auf ausreichend Proviant und warme Kleidung, da die Temperaturen in höheren Lagen schnell sinken können. Wer die Variante über den Gratrücken wählt, sollte etwas mehr Erfahrung im Schneeschuhwandern mitbringen.

Schneeschuhwandern auf dem Niederbauen

Die Schneeschuhtour auf den Niderbauen Chulm ist eine ideale Tour für alle, die einen beeindruckenden Rundblick auf den Vierwaldstättersee und die umliegenden Berge genießen möchten. Die Tour ist nicht nur wegen ihrer grandiosen Aussicht, sondern auch durch ihre leichte Zugänglichkeit ein beliebtes Ziel für Schneeschuhwanderer. Sie eignet sich für alle, die eine gemütliche Wanderung mit einem lohnenswerten Gipfelziel suchen.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Startpunkt der Tour ist die Bergstation Niederbauen, die von Emmetten aus mit der Seilbahn erreicht werden kann. Ab hier führt die Route zunächst auf einer gut präparierten Alpstraße, die in den Wintermonaten üblicherweise verschneit ist. Die Straße führt bis zum Ende der Alp, kurz vor dem Südrücken des Niderbauen Chulm.

Nun folgt der Aufstieg über den Südrücken des Niderbauen Chulm, der stetig ansteigt und anstrengend, aber nicht schwierig ist. Der Weg führt weiter bis zum Gützsch, einem kleinen Hügel, der vor dem Hauptgipfel liegt. Von hier aus sind es nur noch wenige Schritte bis zum Gipfel des Niderbauen Chulm, der mit einer grandiosen Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die umliegenden Berge belohnt.

Für den Abstieg gibt es zwei Möglichkeiten: Der einfachere Rückweg erfolgt auf der gleichen Route wie der Aufstieg, alternativ kann man auch die Westflanke direkt hinuntersteigen. Diese Variante ist steiler und somit anspruchsvoller, spart aber etwa 30 Minuten Zeit. Der Abstieg führt durch die Westflanke an der Alp Tritt vorbei und ermöglicht eine schnellere Rückkehr.

Für wen ist die Tour geeignet?

Die Schneeschuhtour auf den Niderbauen Chulm ist für Anfänger und geübte Schneeschuhwanderer geeignet. Der Aufstieg erfordert keine technischen Fähigkeiten und ist auch für Menschen mit einer durchschnittlichen Fitness gut zu bewältigen. Wer eine ruhige Tour mit spektakulären Ausblicken auf den Vierwaldstättersee und die Alpen sucht, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Höhenmeter & Schwierigkeit:

  • Aufstieg: 380 Hm in ca. 1:30 bis 2 Stunden
  • Abstieg: 380 Hm in ca. 1 bis 1:30 Stunden
  • Schwierigkeit: WT2 (mittelschwer, keine technischen Schwierigkeiten)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Auf der Route selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die nächstgelegenen Übernachtungsangebote finden sich in Emmetten oder in der Umgebung des Vierwaldstättersees. Empfehlenswert sind die Hotels und Hütten in Emmetten oder die Berggasthöfe in der Region.

Anreise ins Gebiet:

  • Mit dem Auto: Die Anreise erfolgt über die Autobahn A2 bis zur Ausfahrt Emmetten. Von dort aus folgt man der Straße bis zum Talstation der Seilbahn Emmetten-Niederbauen. Parkplätze sind vor Ort vorhanden.
  • Mit dem öffentlichen Verkehr: Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt über den Zug bis zur Station Brunnen und weiter mit dem Bus nach Emmetten. Von der Talstation der Seilbahn Emmetten-Niederbauen geht es mit der Seilbahn weiter bis zur Bergstation Niederbauen.

Nützliche Hinweise und Tipps

Die Tour eignet sich besonders für einen halbtägigen Ausflug, da der Aufstieg relativ kurz ist und der Gipfel in etwa 2 Stunden erreicht werden kann. Besonders in den Wintermonaten sollte man auf die Wetterbedingungen achten, da der Wind und die Temperaturen am Gipfel stark variieren können. Es wird empfohlen, sich vorab über den Fahrplan der Seilbahn zu informieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Wer die Variante über die Westflanke wählt, sollte Erfahrung im steileren Gelände mitbringen und gegebenenfalls Steigeisen oder ein anderes rutschfestes Schuhwerk in Betracht ziehen.

Furggelenstock zwischen Ybrig und Brunni

Der Furggelenstock, mit 1655 Metern eine markante Erhebung im hinteren Alptal, ist ein beliebtes Ziel für Schneeschuhwanderer. Die Tour führt durch unberührte Winterlandschaften und beeindruckt mit grandiosen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel. Aufgrund der sensiblen Tierwelt, insbesondere der bedrohten Auerhühner, wurden spezielle, markierte Routen eingerichtet, die strikt eingehalten werden müssen. Die Tour bietet nicht nur Naturgenuss, sondern auch eine spannende Herausforderung in einem der schönsten Schneeschuhgebiete der Schweiz.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf:

Die Rundtour startet in Oberiberg an der Talstation der Ybrig-Bahnen. Zunächst geht es über Wiesland und eine Alp hinauf zum Geländerücken von Heiken. Von dort folgt man dem Grat, bis man das Leimgütsch erreicht. Der Weg führt weiter zum Verbindungsgrat zwischen dem Gschwändstock und dem Furggelenstock. Nach der Furggelenhütte geht es in leichtem Anstieg weiter auf den Gipfel des Furggelenstocks. Der Rückweg verläuft über den Gratkamm in eine Senke und führt steil bergab zum Brünnelistock. Anschließend folgt man der Piste bis zur Ibergeregg und weiter nordostwärts zum Hobacher. Über die Lichtung Änglisfang führt die Strecke steil hinab durch den Wald bis nach Tschalun.

Für wen ist die Tour geeignet?

Diese Schneeschuhtour eignet sich für geübte Schneeschuhwanderer, die über eine gute Kondition verfügen und keine Schwierigkeiten mit längeren Aufstiegen sowie steilen Abfahrten haben. Sie ist ideal für diejenigen, die ein Naturerlebnis mit einer körperlichen Herausforderung kombinieren möchten. Die Tour bietet vielfältige Ausblicke und führt durch abwechslungsreiche Terrains. Ein solides Routenverständnis und Erfahrung im Schnee sind Voraussetzung, da teilweise steile und anspruchsvolle Abschnitte zu überwinden sind.

Höhenmeter & Schwierigkeit:

  • Aufstieg: 600 m
  • Abstieg: 600 m
  • Schwierigkeit: WT2 (Schneeschuhwanderskala SAC)

Die Tour ist technisch eher einfach, aber aufgrund der Länge und des teils steilen Geländes ist eine gute Kondition erforderlich. Die Exposition variiert von Nord bis Süd, sodass mit wechselnden Schneeverhältnissen gerechnet werden muss.

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

In der Umgebung gibt es einige Unterkünfte, die eine angenehme Rast ermöglichen. Die Furggelenhütte ist im Winter geschlossen, jedoch gibt es zahlreiche Hotels und Gasthäuser in Oberiberg und der Umgebung, die eine gemütliche Übernachtung bieten. Besonders empfehlenswert sind die Unterkünfte in der Nähe der Ibergeregg, von wo aus man direkt in die Tour einsteigen kann.

Anreise ins Gebiet:

  • Mit dem Auto:
    Die Anreise erfolgt über die A3 und dann auf der Hauptstrasse nach Oberiberg. Parkmöglichkeiten sind an der Talstation der Ybrig-Bahnen in Tschalun vorhanden. Von dort aus startet die Schneeschuhtour in das Gebiet.
  • Mit öffentlichem Verkehr:
    Mit dem Zug fährt man bis nach Einsiedeln und nimmt dann den Postauto-Service nach Oberiberg. Die Talstation der Ybrig-Bahnen in Tschalun ist von dort aus zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.

Nützliche Hinweise und Tipps:

Achtung, das Gebiet nördlich der Aufstiegsroute ist Lebensraum von Rauhfusshühnern und sollte nicht betreten werden. Bitte respektiere die Markierungen und bleibe auf den ausgewiesenen Routen, um die empfindliche Natur zu schonen. Die Furggelenhütte ist im Winter geschlossen, also solltest du auf deine Verpflegung gut vorbereitet sein. Da die Tour teilweise steile Abschnitte beinhaltet, ist gutes Schuhwerk und ausreichend Trittsicherheit erforderlich. Zudem können die Wetterbedingungen in den höheren Lagen schnell wechseln – informiere dich vor der Tour über die aktuelle Wetterlage und die Schneebedingungen.

Von der Sattelegg auf den Chli Aubrig

Einleitung

Der Chli Aubrig ist ein wunderschöner und bei Schneeschuhwanderern beliebter Gipfel, der mit einer herrlichen Aussicht und viel Abendsonne lockt. Die Tour bietet einen relativ einfachen, aber reizvollen Aufstieg und ist eine ideale Wahl für Schneeschuhwanderer, die in einer wunderschönen Berglandschaft unterwegs sein möchten. Auch wenn die Tour insgesamt wenig anspruchsvoll ist, gibt es einen kurzen Engpass, der mit einer gewissen Vorsicht gemeistert werden sollte.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Die Schneeschuhtour startet an der Sattelegg, einem Pass, der sich auf 1190 m Höhe befindet. Vom Parkplatz aus folgt man dem Winterwanderweg in südlicher Richtung. Nach etwa einem Kilometer beginnt der Weg in einigen Kehren zu steigen, bis man an einer ersten Erhöhung (P. 1384) vorbeikommt, die sich ebenfalls als lohnendes Ziel für eine kleine Aussicht bietet. Es gibt die Möglichkeit, diese Erhöhung direkt zu ersteigen. Anschließend verläuft der Weg entlang einer Kante und quert die Westflanke des Chli Aubrig (hier sollte auf die Lawinensituation geachtet werden). Weiter geht es zur Südflanke des Chli Aubrig, von wo aus der Gipfel direkt und steil zu erreichen ist.

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route zurück zur Sattelegg. Für eine längere Variante kann vom Gipfel aus nordwärts zur Wildegg abgefahren werden. Auf der überschneiten Zufahrtsstraße geht es zur Krete, die zum Nüssen führt. Hier wird die Alp Ober Alten erreicht, und von dort aus geht es weiter über Ahoreli nach Dorlaui (1150 m). Weiter entlang einer Alpstraße gelangt man nach Bärichti und schließlich zurück zur Sattelegg.

Für wen ist die Tour geeignet?

Die Schneeschuhtour zum Chli Aubrig eignet sich besonders für Schneeschuhwanderer mit grundlegenden bis mittleren Erfahrungen. Der Aufstieg ist meist leicht und ohne technische Herausforderungen, jedoch ist auf den steileren Abschnitten Vorsicht geboten, besonders bei ungünstigen Lawinenbedingungen. Die Tour ist daher ideal für diejenigen, die eine schöne Aussicht genießen und gleichzeitig eine moderate Herausforderung suchen. Die Variante via Ober Alten erfordert zusätzlich etwas Zeit und ist eine gute Wahl für erfahrenere Schneeschuhwanderer, die eine längere Route bevorzugen.

Höhenmeter & Schwierigkeit:

  • Aufstieg: 450 Hm
  • Abstieg: 450 Hm
  • Schwierigkeit: WT2 (Schneeschuhwanderskala des SAC)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Die Sattelegg bietet keine direkten Übernachtungsmöglichkeiten, jedoch gibt es in der Umgebung zahlreiche Hütten und Gasthäuser in den Dörfern Willerzell und Vorderthal. Für Übernachtungen empfiehlt sich eine Unterkunft in einem der Gasthöfe in der Region oder eine private Pension. Für eine Übernachtung im Gebirgsklima ist es ratsam, vorher zu buchen, insbesondere während der Hauptsaison.

Anreise ins Gebiet:

  • Mit dem Auto: Die Sattelegg ist mit dem Auto über die Straßen von Willerzell oder aus dem Wäggital (Vorderthal) erreichbar. Es gibt Parkplätze in der Nähe des Passes. Die Fahrt von Willerzell zur Sattelegg dauert etwa 30 Minuten.
  • Mit dem öffentlichen Verkehr: Die Sattelegg ist leider nicht direkt mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Es gibt jedoch die Möglichkeit, mit dem Bus nach Willerzell zu fahren und von dort den Fußweg von ca. 1:30 Stunden zur Sattelegg in Kauf zu nehmen. Alternativ kann ein Taxi von Einsiedeln oder ein Mobility-Fahrzeug genutzt werden.

Nützliche Hinweise und Tipps:

  • Achten Sie auf die aktuelle Lawinensituation, besonders beim Queren der Westflanke des Chli Aubrig.
  • Die Tour bietet wunderschöne Ausblicke und eignet sich hervorragend für eine Abendtour, da der Gipfel abends oft in warmes Licht getaucht wird.
  • Der Weg ist gut markiert, aber bei schlechten Wetterbedingungen kann die Orientierung erschwert sein. Es empfiehlt sich, eine Karte und ein GPS-Gerät mitzunehmen.
  • Da es keine öffentlichen Verkehrsanbindungen zur Sattelegg gibt, ist eine Anreise mit dem Auto oder einem Taxi die bequemste Option.
  • Bei schlechtem Wetter oder unsicherer Lawinensituation sollte auf den Gipfelaufstieg verzichtet und gegebenenfalls die einfachere Variante via Ober Alten gewählt werden.

Mehr zum Thema:

  • Lawinen erkennst du oft lange bevor sie losbrechen – mit einem wachen Blick und etwas Know-how. Dieser Ratgeber zeigt dir die wichtigsten Gefahrenmuster und Hinweise, auf die du unterwegs achten solltest.

Mit den Schneeschuhen vom Muotathal auf die Silberen

Einleitung

Die Silberen im Kanton Schwyz, auch bekannt als Twärenen, ist ein beliebtes Ziel für Schneeschuhtouren. Das weite Karstgebiet bietet nicht nur grandiose Ausblicke, sondern auch vielfältige Tourenmöglichkeiten. Besonders spannend ist das Hölloch, das zweitlängste Höhlensystem Europas, das sich unterhalb des Karstgeländes verbirgt. Diese Tour führt dich auf den Gipfel der Silberen, vorbei an alpinen Weiden, durch offenes Gelände und über beeindruckende Karstbarrieren.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Die Tour beginnt in Fruttli, wo du dich zunächst entlang einer überschneiten Fahrstraße bewegst. Kurz nach Beginn der Tour verlässt du die Straße und nimmst den Weg über Oberist Weid, um wieder auf die Straße zu treffen. Weiter geht es bis zur Alp Unter Roggenloch (1525 m), von wo aus du südostwärts in Richtung Silberen aufsteigst. Hohe grüne Stangen markieren den Weg und führen dich vorbei an der Alp Ober Roggenloch und weiter ins freie Gelände. Die Stangen helfen dir, über eine Karstbarriere hinweg und ins Charental zu gelangen, wo du den Gipfel der Silberen (2318 m) erreichst. Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route zurück nach Fruttli.

Für wen ist die Tour geeignet?

Diese Tour ist für geübte Schneeschuhwanderer geeignet, die mit den Bedingungen im alpinen Gelände vertraut sind. Sie verlangt gutes Orientierungsgeschick und Erfahrung im Umgang mit Steilpassagen und Karstgelände. Eine gewisse körperliche Fitness ist ebenfalls von Vorteil, da die Tour mit einem längeren Auf- und Abstieg verbunden ist.

Höhenmeter & Schwierigkeit

  • Aufstieg: 1090 Höhenmeter
  • Abstieg: 1090 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: WT3+ (Schneeschuhwanderskala des SAC)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Entlang der Tour gibt es keine unmittelbaren Hütten oder Unterkünfte. In Muotathal gibt es jedoch verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, die sich gut für eine Zwischenübernachtung eignen. Alternativ können die nahegelegenen Alp- und Berghütten im Sommer eine Option sein, wenn sie geöffnet sind.

Anreise ins Gebiet

  • Mit dem Auto: Du kannst Muotathal über die Autobahn erreichen. Parkplätze sind in der Nähe von Fruttli vorhanden, von wo aus du die Tour starten kannst. Beachte, dass die Anreise zum Ausgangspunkt Fruttli auch per Taxi möglich ist (Tel. 041 830 11 81 oder Mobil 079 208 73 51).
  • Mit dem öffentlichen Verkehr: Der nächste Bahnhof befindet sich in Muotathal. Von dort aus kannst du mit einem Taxi nach Fruttli weiterfahren, da der Ausgangspunkt nicht direkt mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist.

Nützliche Hinweise und Tipps

Achte darauf, dass du dich während der Tour in einem Jagdbanngebiet mit Weggebot befindest. Es ist wichtig, den markierten Wegen zu folgen, um das Risiko zu minimieren und die Natur zu schützen. Das Gelände kann uneben und teilweise steil sein, daher solltest du sicherstellen, dass es ausreichend eingeschneit ist, bevor du losziehst. Besondere Vorsicht ist in den Dolinen (Einsackungen im Karstgebiet) geboten, da diese ohne ausreichende Schneedecke gefährlich sein können. Plane ausreichend Zeit für die Tour ein, besonders wenn du die Rundtour über die Alp Mittenwald wählst.

Aufs Spilauer Grätli in der Lidernen

Das Spilauer Grätli, ein markanter Gipfel am Fuß der Rossstock-Südwestkante, ist eine perfekte Schneeschuhtour für alle, die einsame, aber dennoch landschaftlich beeindruckende Routen suchen. Die Tour bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke auf das Riemenstaldner Tal und die umliegende Bergwelt, sondern auch eine abwechslungsreiche Route, die für erfahrene Schneeschuhgeher und Tourengeher geeignet ist. Mit einer guten Mischung aus steilen Passagen und flacheren Abschnitten eignet sich die Tour sowohl für Sportliche als auch für ambitionierte Einsteiger, die auf der Suche nach einer Herausforderung sind.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Die Tour beginnt an der Bergstation der Luftseilbahn Chäppeliberg/Lidernen (1717 m). Vom Ausgangspunkt aus geht es zunächst südostwärts zu den Spilauerhütten und weiter zum Spilauersee. Ab hier wird der Anstieg zunehmend steiler, und der Weg führt durch einen Talkessel hinauf zum Spilauer Grätli (2277 m), wo die Schneeschuhtour mit einem herrlichen Rundumblick belohnt wird.

Für den Rückweg folgt man der Aufstiegsroute zurück zur Bergstation Chäppeliberg/Lidernen. Wer die Tour ausdehnen möchte, kann nach dem Gipfel des Spilauer Grätlis eine spannende Variante wählen: Der Abstieg erfolgt ostwärts in die Senke bei Frutt. Weiter geht es in südöstlicher Richtung entlang eines Felsriegels bis zum Chinzig Chulm. Von dort führt der Weg entlang des Sommerwegs und weiter auf den Alpweg, der zur Bergstation der Seilbahn Biel-Chinzig führt. Diese Abstiegsmöglichkeit verlängert die Tour und bietet zusätzliche landschaftliche Highlights.

Für wen ist die Tour geeignet?

Die Skitour zum Spilauer Grätli ist ideal für geübte Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die eine mittelschwere bis anspruchsvolle Tour suchen. Die Tour ist aufgrund ihrer 600 Höhenmeter und der teils steilen Abschnitte (insbesondere auf dem letzten Stück zum Gipfel) für Anfänger nicht zu empfehlen. Die Varianten zum Chinzigpass sind für erfahrene Tourengeher geeignet, die die Tour um zusätzliche Höhenmeter und eine längere Gehzeit erweitern möchten.

Höhenmeter & Schwierigkeit

  • Aufstieg: 600 m
  • Abstieg: 600 m
  • Schwierigkeit: WT3 (Normalroute), WT4 (Variante Chinzigpass)

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Wer die Tour mit einer Übernachtung verbinden möchte, kann die Lidernenhütte SAC (1727 m) in Erwägung ziehen, die direkt bei der Bergstation der Seilbahn Chäppeliberg/Lidernen liegt. Die Hütte bietet sich als ideale Unterkunft für eine Pause oder eine Übernachtung an, besonders vor der Weiterführung zur Biel-Chinzig-Variante.

Anreise ins Gebiet

  • Mit dem Auto: Die Anreise erfolgt über das Riemenstaldental bis zur Talstation der Luftseilbahn Chäppeliberg/Lidernen. Dort gibt es Parkmöglichkeiten für die Besucher. Die Luftseilbahn bringt dich dann zur Bergstation.
  • Mit dem öffentlichen Verkehr: Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist etwas eingeschränkter. Es gibt nur wenige Busverbindungen ins Riemenstaldental. Alternativ kann ein Gebirgstaxi genutzt werden (Tel. 041 820 32 55). Weitere Informationen zu den Betriebszeiten der Luftseilbahn sind auf der Website www.spilau.ch erhältlich.

Nützliche Hinweise und Tipps

  • Die Seilbahn nach Chäppeliberg/Lidernen hat an schönen Tagen oft eine hohe Auslastung. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig zu starten oder gegebenenfalls einen späteren Zeitpunkt einzuplanen.
  • Achte auf die aktuelle Lawinensituation, besonders bei der Abfahrt über den Chinzigpass, da die Expositionen dort variieren können.
  • Um die Tour vollständig zu genießen, ist es ratsam, auch die Aussicht vom Gipfel zu nutzen und den Abstieg zur Chinzigpass-Variante nicht zu überstürzen.
  • Für eine sichere Rückkehr sollte die Route gut geplant und auf die Wetterbedingungen geachtet werden.

Die Tour zum Spilauer Grätli ist ein echtes Highlight für Schneeschuh- und Skitourenfans, die abseits der überlaufenen Routen eine wunderschöne, unberührte Landschaft erleben möchten.

Vom Glaubenbergpass über Langis und den Rickhubel auf den Fürstein

Die Schneeschuhtour auf den Fürstein (2039 m) und Feuerstein gehört zu den beliebtesten Zielen im Gebiet zwischen Schrattenflue und Pilatus. Sie führt dich durch die wunderschöne Moorlandschaft des Glaubenbergs und bietet sowohl ruhige, als auch anspruchsvollere Passagen. Als höchste Erhebung zwischen Schrattenflue und Pilatus bietet die Tour eine beeindruckende Aussicht und ein unvergessliches Bergerlebnis.

Tourenbeschreibung und Routenverlauf

Die Rundtour startet an der Postautoendstation Langis. Zunächst gehst du entlang der Straße bis zur Passhöhe. Dort verlässt du die Straße und nimmst den Fahrweg, dem du durch zwei Kurven folgst. Nach der zweiten Rechtskurve verlässt du den Weg und gehst westlich durch lockeren Waldbestand in Richtung Alp Rick.

Ab der Alp Rick wird die Tour steiler, du steigst zunächst ziemlich direkt auf den Rickhubel (1943 m). Die steile Passage erfordert Aufmerksamkeit, vor allem bezüglich der Lawinensituation. Vom Rickhubel geht es weiter nordwestlich in Richtung Wissguber, bevor du vor dem Punkt 1941 in Richtung Fürstein abzweigst. Den Gipfel erreichst du entweder über den Nordostgrat oder – wenn der Grat schneefrei ist – direkt durch die Ostflanke, wo du ebenfalls steil zum Gipfel aufsteigst.

Der Abstieg erfolgt über die Gipfelflanke des Fürstein in südöstlicher Richtung, wobei du nach Ober Sewen (P. 1719) absteigst. Von dort geht es weiter auf einer Alpstrasse in südlicher Richtung und über einen schwach ausgeprägten Pass auf die Alp Schnabel. Von der Alp Schnabel folgt ein Trail nordostwärts zurück zur Glaubenbergstrasse, die dich wieder nach Langis führt.

Für wen ist die Tour geeignet?

Diese Tour ist für Schneeschuhwanderer geeignet, die eine mittel bis anspruchsvolle Tour suchen. Sie erfordert gute Kondition und Erfahrung im Umgang mit steilen, teils unübersichtlichen Abschnitten sowie in der Beurteilung der Lawinensituation. Die Routenführung durch teils abgelegene Gebirgspfade ist besonders für erfahrene Wanderer und Bergfreunde geeignet, die sowohl entspannte als auch anspruchsvolle Passagen schätzen.

Höhenmeter & Schwierigkeit

  • Aufstieg: 660 Hm
  • Abstieg: 660 Hm
  • Schwierigkeit: WT3 in der Scheeschuhwanderskala des SAC
  • Exposition: Süd- und Westexposition

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route

Direkt am Ausgangspunkt der Tour, in Langis, findest du das Berghotel Langis, das 50 Schlafplätze in Zimmern und Lagern bietet. Es ist der ideale Ort für eine Übernachtung vor oder nach der Tour. Weitere Informationen bekommst du unter +41 41 675 10 68 oder auf der Website des Berghotels www.berghotellangis.ch.

Anreise ins Gebiet

  • Mit dem Auto: Du erreichst Langis über die Glaubenbergstrasse. Parkplätze stehen direkt bei der Postautoendhaltestelle Langis zur Verfügung. Beachte, dass es in den Wintermonaten bei starken Schneefällen zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Du kannst mit dem Postauto nach Langis fahren. Die Postautohaltestelle befindet sich direkt bei der Abzweigung zur Passhöhe. Von hier aus startest du die Schneeschuhtour.

Nützliche Hinweise und Tipps

  • Achte auf die aktuelle Lawinensituation! Gerade die steilen Passagen zum Rickhubel und der Grataufstieg zum Fürstein können bei ungünstigen Verhältnissen gefährlich werden.
  • Packe ausreichend Proviant und Wasser ein, da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten gibt.
  • Falls du weniger steile Aufstiege bevorzugst, kannst du die Tour auch im Uhrzeigersinn begehen und den steileren Abschnitt über den Rickhubel als Abstieg wählen.
  • Bei Bedarf ist das Berghotel Langis ein guter Ausgangspunkt für eine gemütliche Einkehr oder eine Übernachtung.