Auf die Skitour mit der richtigen Ausrüstung

Frischer Powder, unberührte Hänge und das Gefühl von Freiheit – Skitouren sind pures Outdoor-Glück! Doch ein guter Tag in den Bergen fängt mit der richtigen Ausrüstung an. Wer schon mal oben am Gipfel gemerkt hat, dass die Handschuhe fehlen, weiss: Ohne Planung geht nichts! Keine Sorge, wir haben die ultimative Checkliste für deinen Skitourenrucksack – von Skitourenschuhen bis zum LVS-Set. Mit dieser Ausrüstung bist du bestens gerüstet, egal ob für die nächste Freeride-Abfahrt oder eine knackige Gipfeltour.

Skitourenrucksack – Dein treuer Begleiter

Ein guter Skitourenrucksack ist das Herzstück deiner Ausrüstung. Er sollte bequem sitzen, gut belüftet sein und Platz für alles bieten, was Du mitnehmen musst. Praktisch sind separate Fächer für die Lawinenausrüstung, damit du im Notfall schnell darauf zugreifen kannst.

Moderne Rucksäcke kommen oft mit nützlichen Features wie Halterungen für Skier, Helm und Pickel. Ein Lawinenrucksack mit Airbag erhöht deine Sicherheit in lawinengefährdetem Gelände. Achtung: Vergiss nicht, den Airbag regelmäßig zu warten und vor der Tour zu checken, ob er einsatzbereit ist.

Tipp: Achte auf das Gewicht! Alles, was Du einpackst, musst Du den Berg hinaufschleppen. Pack daher nur ein, was wirklich nötig ist.

Ski, Rucksack, Helm und Stöcke sind unverzichtbar auf einer Skitour. Bild: Hendrik Morkel | unsplash

Sicherheitsausrüstung fürs Skitouren: LVS-Set, Schaufel & Sonde

Die Grundregel jeder Skitour lautet: Ohne LVS-Set (Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde) gehst Du nicht los! Das LVS-Gerät trägst Du am Körper, optimalerweise unter der Jacke, damit es geschützt ist. Vor der Tour überprüfst Du, ob das Gerät eingeschaltet und die Batterie voll ist.

Die Schaufel sollte stabil und leicht sein. Klapp- oder Teleskopschaufeln sind ideal, da sie wenig Platz im Rucksack brauchen. Die Sonde wird benötigt, um die genaue Lage einer verschütteten Person zu bestimmen. Auch hier gilt: Regelmäßiges Training rettet Leben!

Tipp: Investiere in Qualität! Eine klapprige Schaufel oder unzuverlässiges LVS-Gerät ist keine Option.

Je anspruchsvoller die Tour, desto mehr Anforderungen auch an deine Ausrüstung. Bild: Thijs Kennis | unsplash

Skitourenfelle: Dein Motor für den Aufstieg

Ohne Steigfelle geht nichts beim Skitouren. Sie sorgen dafür, dass du auch auf steilen Hängen sicher vorwärtskommst. Moderne Felle bestehen aus Mohair, Synthetik oder einer Mischung aus beiden Materialien.

Mohair-Felle gleiten besonders gut, während Synthetik-Felle durch ihre Langlebigkeit punkten. Für den Alltag sind Mischfelle eine gute Wahl. Achte darauf, dass die Felle perfekt auf die Breite deiner Skitouren-Ski zugeschnitten sind, damit du nicht seitlich wegrutschst.

Achte darauf, dass die Felle während der Tour nie nass werden. Ansonsten bleibt der Schnee kleben und es bilden sich mühsame Klumpen – sogenannte Stollen. Um die Felle immer schön frei von jeglichen Schnee- oder Eiskörnern zu halten, hilft ein klassischer Teigschaber. Mit diesem kannst du sie bei Bedarf glatt streichen.

Für den Fall, dass du in (steilen) Firnhängen unterwegs bist, solltest du auf jeden Fall noch passende Harscheisen dabei haben. Diese sind v.a. bei frühlingshaften Verhältnissen unverzichtbar.

Tipp: Nimm immer Ersatzkleber oder ein kleines Reparaturset mit – nichts ist nerviger als ein Fell, das nicht mehr haftet.

So pflegst du deine Skifelle richtig

Der Outdoor- und Bergsport Detailhändler Transa hat ein hilfreiches Tutorial veröffentlicht, wie du deine Skitourenfelle richtig pflegst:

Die richtige Kleidung: Von Skitourenhosen bis Skihelm

Auf einer Skitour bist du ständig in Bewegung, was bedeutet: Du brauchst atmungsaktive Kleidung, die dich warm hält, aber nicht überhitzt. Eine gute Skitouren-Jacke und Skitourenhosen sind dafür unverzichtbar. Wähle Materialien, die wind- und wasserdicht sind, und setze auf das Zwiebelprinzip:

  • Baselayer: Atmungsaktive Unterwäsche.
  • Midlayer: Isolierende Schicht wie Fleece oder Daune.
  • Shell: Wetterfeste Außenjacke und -hose.

Für Tiefschnee-Fans eignen sich Freeride-Hosen, die extra Schutz gegen Nässe bieten. Dein Kopf sollte immer geschützt sein – ob mit einem leichten Skitouren-Helm oder einem klassischen Skihelm.

Tipp: Vergiss Handschuhe, Mütze und eine Sonnenbrille nicht. Der Wind in den Bergen kann fies sein!

Ski, Bindung & Stöcke

Deine Skitouren-Ski sind das A und O. Sie sollten leicht sein, um den Aufstieg angenehmer zu machen, aber auch genug Stabilität für die Abfahrt bieten. Die passende Skitouren-Bindung macht den Unterschied: Während Freeride-Bindungen maximale Abfahrtskontrolle bieten, punkten klassische Tourenbindungen durch ihr geringes Gewicht.

Bei den Skitourenstöcken sind Modelle mit verstellbarer Länge ideal. So kannst Du sie für den Aufstieg länger einstellen und bei der Abfahrt kürzer machen. Einige Stöcke haben auch eine Schneeteller-Option, die das Einsinken im Tiefschnee verhindert.

Tipp: Teste dein Setup vor der ersten Tour – nichts ist nerviger, als eine Bindung, die nicht hält, oder Ski, die nicht passen.

Extras fürs Skitouren: Was sonst noch in den Rucksack gehört

Neben der Standardausrüstung gibt es ein paar Dinge, die jede Tour angenehmer machen:

  • Thermosflasche: Für heißen Tee oder Kaffee – nichts bringt mehr Energie zurück.
  • Erste-Hilfe-Set: Pflaster, Verband und Schmerzmittel sollten immer dabei sein.
  • Sonnencreme: Die Sonne in den Bergen ist heimtückisch – vergiss auch die Lippenpflege nicht!
  • Ersatzkleidung: Schweiß kann im Gipfelwind schnell unangenehm werden.
  • Energie-Riegel: Klein, leicht und voller Power.

Tipp: Eine Stirnlampe kann dir den Rückweg retten, wenn du länger unterwegs bist als geplant.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu deiner Skitourenausrüstung (FAQ)

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Ausrüstung fürs Skitouren. Mit diesen Tipps bist du bestens vorbereitet auf deine nächste Skitour. So kannst du diese in vollen Zügen geniessen.

Ein LVS-Set besteht aus einem LVS-Gerät, einer Sonde und einer Schaufel. Es ist die wichtigste Sicherheitsausrüstung bei Skitouren. Das LVS-Gerät hilft dir, eine verschüttete Person schnell zu finden, und die Sonde und Schaufel ermöglichen es dir, die Person unter dem Schnee zu lokalisieren und auszugraben. Ohne LVS-Set solltest du niemals auf eine Skitour. Den Umgang mit dem Sicherheitsset lernst du im Vorfeld am besten in einem Lawinenkurs bei einer Bergsportschule.

Die Skitourenschuhe sollten bequem, aber auch funktional sein. Sie müssen bei der Abfahrt guten Halt bieten und bei der Aufstiegsbewegung ausreichend Bewegungsfreiheit lassen. Wichtig ist, dass sie mit deiner Skitouren-Bindung kompatibel sind und über ein gutes Walk-System verfügen, um den Aufstieg zu erleichtern. Achte auf die Passform und wähle einen Schuh, der zu deinem Fahrstil passt – steif für mehr Kontrolle oder weicher für mehr Flexibilität und Komfort. Mache unbedingt ein Bootfitting bei einem Bergsportgeschäft. So wird der Schuh an deinen Fuss angepasst und du vermeidest Blasen.

Skitouren-Bindungen sind leichter und ermöglichen das Heben des Fersenbereichs während des Aufstiegs. Sie haben meist eine Tourenstellung für den Aufstieg und eine Abfahrtsstellung für die Abfahrt.

Freeride-Bindungen hingegen sind robuster und bieten mehr Stabilität und Kontrolle bei der Abfahrt, sind aber schwerer und weniger effizient beim Aufstieg. Sie eignen sich eher für erfahrene Skifahrer, die viel im Gelände unterwegs sind.

Der Skihelm schützt deinen Kopf vor Verletzungen, sei es bei einem Sturz oder durch herumfliegende Skier oder Felsen. Besonders bei Skitouren im anspruchsvolleren Gelände, wo die Gefahr von Stürzen höher ist, ist ein Helm unverzichtbar. Denke aber daran, dass auch in leichtem Gelände Steine unter der Schneedecke kaum sichtbar sind. Bei einem Sturz kann ein Aufprall ohne Skihelm aber fatal enden.

Achte darauf, dass er gut sitzt und bequem ist – es gibt auch leichte Skitouren-Helme, die speziell für den Aufstieg entwickelt wurden.